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"Die dumme Spielerfrau"Lisa Müller über Thomas: Hätte ihn nicht nach Kanada begleiten können

05.01.2026, 10:42 Uhr
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Lisa und Thomas Müller haben eine Pferdezucht. (Foto: imago images/Pressefoto Baumann)

Thomas Müller in Kanada - seine Frau Lisa in Bayern: Das hat wieder einmal viele Gerüchte erzeugt. Warum das Paar diese Entscheidung getroffen hat und wie Lisa Müller ihre eigene Karriere verfolgt. Und welche Rolle Dressur-Legende Isabell Werth dabei spielt.

Für Ehefrau Lisa war ein Umzug nach Kanada nach dem Wechsel des langjährigen Bayern-Profis Thomas Müller nach Vancouver keine Option. "Es wäre gar nicht möglich gewesen, ihn zu begleiten. Ich reite Turniere, das ist mein Beruf. Die Pferde müssen auch zwischen den Turnieren trainiert werden, und es muss einer im Betrieb nach dem Rechten schauen", erklärte die 36 Jahre alte Dressurreiterin der "Süddeutschen Zeitung".

Thomas Müller war im Sommer 2025 zu den Vancouver Whitecaps in die nordamerikanische Profiliga MLS gewechselt, nachdem der FC Bayern den Vertrag des Weltmeisters von 2014 nicht mehr verlängert hatte. Mit den Whitecaps erreichte der 36-Jährige das Endspiel um den MLS Cup.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat Lisa Müller in Bayern eine Pferdezucht aufgezogen. Inzwischen werden jährlich zwischen 10 und 20 Fohlen geboren. Zusammen mit zwölf Festangestellten und drei Teilzeitkräften kümmert sich Lisa Müller um die Zucht. Und geht zudem ihrer eigenen Reitsport-Karriere nach: "Um acht Uhr sitze ich auf dem ersten Pferd, reite dann bis 15 Uhr etwa acht Pferde, vom Vierjährigen bis zum Grand-Prix-Pferd." Seit 16 Jahren arbeitet sie gemeinsam mit ihrem Trainer Götz Brinkmann - der inzwischen auch Isabell Werth betreut.

Die Dressur-Legende und Lisa Müller trainieren schon seit neun Jahren zusammen. "Von diesem Erfahrungsschatz zu profitieren, ist schon enorm. Ich durfte einmal eines ihrer Pferde reiten und hatte das Gefühl, mit dem kriegst du keine einzige Lektion hin, dann setzte sie sich drauf und das Pferd macht jede Lektion mit Feuereifer. Dann sieht man, was für ein Können dahintersteckt." Negative Reaktionen kennt die 36-Jährige nicht nur aufgrund ihres Privatlebens, sondern auch wegen dieser Zusammenarbeit: "Als Isabell zweimal D’Avie (Hengst in Müllers Stall, Anm.d.Red.) in einer Prüfung geritten ist, hieß es gleich, sie muss wohl unsere Investition retten. Die Kritik ist oft bösartig, das ist der Nachteil eines bekannten Namens."

Privatleben bleibt privat

Für ihr Privatleben hat Lisa Müller derweil eine klare Grenze gezogen. Sie äußert sich gar nicht mehr dazu. "Dann würde ich mich rechtfertigen und außerdem, egal, was man sagt, sie drehen es hin, wie sie es haben wollen", erklärte sie. Als Beispiel nannte Lisa Müller ein Essen mit mehreren Freunden vor einigen Wochen. "Dann werden Fotos gemacht, auf denen außer mir nur eine Person zu sehen ist, die dann entsprechend interpretiert werden. Dann sieht man mich wieder mit Thomas, dann ist wieder alles gut, zwei Wochen später ist wieder nichts mehr gut", berichtete sie. "Inzwischen ist es mir wurscht, dann bin ich eben die dumme Spielerfrau, die eigentlich nur Nägel lackieren kann."

Zuletzt hatte Lisa Müller mehrere Praktika mit landespolitischem Bezug absolviert, unter anderem bei der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Sie fühle sich in der CSU zu Hause, habe aber eine Anfrage des Kreisverbandes Miesbach abgelehnt, sich für die Kommunalwahlen am 8. März aufstellen zu lassen. "Aber wenn ich etwas mache, möchte ich es auch gut machen. Deswegen habe ich gesagt, das ist mir noch zu früh, ich will erst genau wissen, was auf mich zukommt, um dem Bürger das bieten können, was er verdient", sagte Lisa Müller. Sie habe natürlich bereits einen Einblick in die Landwirtschaft und wisse in vielen Bereichen, in denen sie arbeitet, ganz gut Bescheid.

Sie betonte jedoch: "Momentan steht das Reiten für mich noch an erster Stelle, das ist für mich weniger Beruf als Berufung oder Hobby. Es macht mir einfach Spaß, ich liebe die Arbeit mit den Tieren." In der Dressur-Weltrangliste liegt sie derzeit auf Rang 55.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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